Direkt vor dem Flug

flugzeug

Rechtzeitig Informationen einholen
Denken Sie daran, dass es auf dem Weg zum Flughafen auch mal zu einem Stau kommen kann. Wir wurden schon vom Schnee überrascht und hatten den Flug gerade noch rechtzeitig geschafft. Ausserdem hatten wir kein Radio an, als man vom Fluglotsenstreik der spanischen Luftkontrolle informierte. Ein Stau, eine Baustelle oder Unfall: es gibt viele Hindernisse die Zeit und Nerven kosten. Hören Sie rechtzeitig Radio, damit Sie informiert sind.

Fahren Sie lieber früher zum Flughafen
Fahren Sie rechtzeitig zum Flughafen und bedenken Sie, die allgemeine Information, dass Sie nur 90 Minuten vor dem Start am Flughafen sein sollten, gelten nur für Fussgänger! Mit einer Behinderung und gar mit einem Rollstuhl benötigen Sie aus unserer Erfahrung ca. 2 – 2,5 Stunden Vorlauf. Wenn Sie allerdings im Winter fliegen, sollten Sie auch immer das Wetter berücksichtigen. Verzögerung gibt es dann auch, wenn Schnee und Eis am Flughafen und auf den Landebahnen sind. Durch den Frost können die Tragflächen des Flugzeuges vereisen. Dies hatten wir im Februar 2009 erlebt und mussten im Flieger über eine Stunde warten, bis die Tragflächen enteist waren und wir losfliegen konnten:
Eis

Auto oder doch mit der Bahn?

Wenn Sie zum Flughafen fahren, können Sie auch die Eisenbahn nutzen, aber mit einem Rollstuhl ist dies viel zu aufwendig. Daher werden Sie wohl eher mit dem Auto zum Flughafen fahren.

Sobald das Gepäck ausgeladen ist, muss eine Person beim Gepäck bleiben, damit der andere das Fahrzeug parken kann. Dann sollten Sie auch noch die Zeit einrechnen, die sie mit dem Suchen des Parkplatzes und den Rückweg zu Fuss brauchen werden. Es gibt aber auch einen Parkservice, der vorher angemeldet werden muss. Sie können aber auch ein Taxi nutzen oder einen Freund Fragen der Sie fährt. Wenn Sie lieber selbst zum Flughafen fahren, ist es einfacher, aber auch sehr Teuer. So eine Woche Parken am Flughafen kann sehr schnell über 100 Euro kosten. Suchen Sie mal auf der Internetseite vom Flughafen die Parkmöglichkeiten raus. Dort sollten auch die Preise stehen. In München z. B. hatte ich mal einen besonderen Parkservice genutzt: Ca. 10 km vor dem Flughafen gibt es verschiedene Firmen, wo man sein Fahrzeug abstellen kann und von dort kommt man mit dem Shuttle Service direkt zum Flughafen. Oft sind diese Firmen deutlich günstiger, als am Flughafen direkt zu Parken. Auch in Zürich gibt es verschiedene Anbieter, die unterschiedlichen Service anbieten. Suchen Sie sich das für Sie beste raus und viel Glück bei der Suche.

Informieren Sie sich rechtzeitig über bauliche Massnahmen am Flughafen

Wir haben für den Flughafen Zürich eine Sondergenehmigung zum kurzfristigen Halten vor den Eingangstüren zum Flughafengebäude. Somit ist es uns möglich, direkt vor dem Eingang Petra mit dem Rollstuhl ins Gebäude zu bringen. Wenn wir bei den Parkhäusern aussteigen würden, müssten wir durch das gesamte Flughafengelände fahren. Im Sommer kein Problem, aber fahren sie mal im Winter bei Schnee und Minus 10 Grad mit dem Rollstuhl zum Eingang.

Nun wird mal wieder am Flughafen gebaut und wir wissen immer noch nicht, ob und wie wir zum Flughafengebäude kommen. Die Zeichnungen sind nicht eindeutig und die Termine nicht genau bekannt, wann was gesperrt ist. Also haben wir uns mal für die Abgabe des Reisegepäcks am Vortag entschieden. Ich hoffe, dass wir so einen ruhigeren Urlaubsstart haben werden. Ein Problem sehe ich nur noch bei der Abgabe des Reisegepäcks: das Sondergepäck kann ich zusammen mit den Koffern an einem Schalter abgeben, aber das Sperrgut (Duschrollstuhl und Swisstrac) muss an einem anderen Schalter und Gebäude abgegeben werden. Ich freu mich schon auf die Fahrten mit dem vielen Gepäck durch die verschiedenen Gebäude.

Bei Bedarf hier Informationen zum Flughafen Zürich:    ZÜRICH

 

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Achtung: enge Fahrstühle

Weil wir unser Gepäck in 2 verschiedenen Häusern abgeben mussten, sind wir mit dem gesamten Gepäck mit einem kleinen Fahrstuhl zur Abflughalle runter gefahren. Leider sind die Fahrstühle an diesem Ort so klein, dass entweder das Gepäck oder Petra mit Rollstuhl hinein passen. Hier hat keiner nachgedacht! Hoffentlich werden die bald fertig mit den vielen Umbauten, damit wir wieder ruhiger in den Urlaub starten können.
Vielleicht gibt es auch grössere Fahrstühle, die haben wir aber nicht gefunden. Wir wollen doch in die Ferien und da ist man sowieso etwas aufgeregt und vielleicht hätten wir mit mehr Zeit andere Fahrstühle suchen können. Aber an diesen Stress für Reisende denkt leider kein zuständiger Angestellte am Flughafen. Für Fussgänger alles kein Problem, wer aber denkt an die Reisenden mit Rollstuhl und Zugmaschine. Wie sollen Sie allein zum Einchecken kommen? Für den Rollstuhl und den Swiss Trac reichte der Platz im Fahrstuhl jedenfalls nicht aus.

Ich konnte ja nicht unser Gepäck allein und unbeaufsichtigt zurücklassen um den Swiss Trac im Fahrstuhl zu befördern. Stress pur …

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Fangen Sie Ihren Urlaub schon zu Hause an:

Wir fahren meist sehr früh zum Flughafen, damit wir alles in Ruhe erledigen können. Hier mal kurz der Ablauf, wie er sich bei uns ergibt:

– Den Stress vorm losfahren schilder ich hier lieber nicht, sonst bekommen Sie Angst – Nein – einfach das meiste vorab erledigen und nicht erst am Abend vorher, dann klappt das auch mit dem rechtzeitigen losfahren. Sie können ja die Uhr nicht zurückdrehen und der Flieger wird leider nicht auf SIE warten wollen.

– Es geht also mit dem vollgepacktem Auto zum Flughafen
– Ich halte direkt vor dem Abflug-Gebäude und lade Petra und das gesamte Gepäck aus
– Dann fahre ich das Auto in die Parkgarage und laufe schnell zu Petra, nun ja, etwas Zeit brauche ich schon
– Dann fahren wir mit allem Gepäck zum Einchecken und hoffen, das wir unser Gepäck gut los werden
– Also zuerst werden die Koffer und die Pflegeartikel abgegeben.
– Jetzt auf ins andere Gebäude um den Swisstrac und den Duschrollstuhl beim Sperrgut abzugeben
– Entweder können wir die Teile selbst auf das Förderband legen oder es kommt auf einen kleinen
Anhänger und wird später direkt zum Flieger gebracht.
– Jetzt ist endlich Zeit für einen Kaffee (Oft treffen wir uns dann mit Petras Eltern, weil Sie gerne einen Ausflug zum    Flughafen machen)
– Nun fahren wir zum Treffpunkt für Reisende mit Behinderung und dort werden wir dann abgeholt und direkt zum     Gate gebracht. Dieser Weg hat sich jedes Jahr verändert. Durch das Bauen wurden wir immer an einen anderen     Ort zum Gate gebracht. Durch den Rollstuhl müssen wir ja auch zu den jeweiligen Fahrstühlen geführt werden.
– Nun kommt die Zollkontrolle (lesen Sie im nächsten Bericht mal nach, was auf Sie zukommt)
– Endlich: unser Gate

Nun warten wir auf das Einsteigen und hoffentlich gibt es bald das Zeichen:

                                                          READY FOR TAKE OFF 

 

 

 

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