Reise buchen

Reiseanbieter

Wir haben oft im Internet unsere Reisen gebucht. Aber immer wieder hatten wir sehr grosse Probleme und Hilfe haben wir online nie erhalten. Sobald Sie eine Reise bezahlt haben, sind Sie nur noch ein lästiger Kunde. Dies musste ich vor allem feststellen, als wir am Flughafen Zürich über 12 Stunden fest sassen ohne einen Ansprechpartner zu haben. Überlegen Sie sich daher vorher, wem Sie vertrauen.Wir machen jetzt alles direkt, also buchen wir den Flug bei der Airline und das Hotel vor Ort, aber auch den Autovermieter und Vermieter von Hilfsmitteln. Im Laufe der Jahre habe ich daher schon Routine bekommen und dank meiner Liste kommen wir gut klar. Das dies alles deutlich mehr Zeit braucht, ist uns bewusst. Daher fangen wir schon Monate vor der Reise mit den Vorbereitungen an. Vielleicht auch ein Tipp für Sie.

Fehlende Bestätigung der Reise mit Rollstuhl

Wir hatten mal wieder im Internet gebucht und dachten das alles in Ordnung ist. Meine schriftliche Anmeldung der Reise mit Rollstuhl beim Internet-Reiseportal wurde nicht bestätigt. Wir hatten stattdessen nur die Bestätigung der Reise an sich erhalten. Achten Sie daher immer sofort darauf, ob Ihre Reise so bestätigt wird, wie Sie es angemeldet haben. Wenn Sie also rechtzeitig buchen, sollten Sie genügend Zeit haben, um sich alles schriftlich bestätigen zu lassen. Aber denken Sie bitte daran, dass eine Reise, die Sie im Internet buchen nur für eine “normale” Reise für Fussgänger gelten kann. Denn hier greift keine Person sondern nur der Computer in den Vorgang ein. Wir mussten dies durch teure Erfahrungen auch erst mal lernen. So lange alles gut geht, dachten wir auch nicht daran, dass etwas nicht klappt! Nutzen Sie bitte unsere Erfahrungen und machen Sie es von Anfang an gleich richtig. So können Sie viel Geld und Ärger sparen, damit Sie einen tollen Urlaub erleben können.
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ACHTUNG:

Wenn Sie ein Behindertengerechtes Zimmer benötigen, sollten Sie dieses unbedingt beim Hotel direkt abklären. Nur das Hotel kann Ihnen die Räume und das Hotel beschreiben und Ihnen mitteilen, ob es wirklich Behindertengerecht ist. Auch weiss nur das Hotel, ob die entsprechenden Zimmer zu Ihrem Reisetermin überhaupt frei sind. Aus meinen Erfahrungen haben alle Reise-Anbieter per Telefon uns ein passendes Zimmer zugesichert. Nur eine schriftliche Bestätigung haben wir nur selten erhalten. Hier sind Sie nochmals selbst gefordert, damit die Reise klappt.
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Es war ca. 2 Monate vor der Reise, als wir den Sitzplatz für uns beiden reservieren wollten. Ausserdem hatte ich noch Fragen zum Sondergepäck. Wir fragten also bei der Fluggesellschaft nach, ob Petra mit Rollstuhl angemeldet sei. Wir wollten einfach eine Bestätigung! Mit einem langen Zögern am Telefon wurden wir um Geduld gebeten und man wollte uns zurückrufen. Als wir nichts hörten, riefen wir wieder an. Doch was sollten wir hören? Die Fluggesellschaft hat uns einfach darauf hingewiesen, dass wir nicht mitfliegen können! Mir fiel die Kinnlade am Telefon herunter und ich war sprachlos. Als ich mich erholt hatte, bat ich um Erklärung: Auf diesem Flug (es war im Sommer) waren bereits 6 Reisende im Rollstuhl angemeldet, so dass wir einen anderen Flug nehmen müssten. Mir wurde “schlecht”. Wir haben doch alles schon bei der Aufgabe ins Internet angemeldet und bezahlt! Was ist mit unserer Reise???

Ich versuchte die Situation, nachdem ich wieder ruhiger war, zu klären. Ich fragte also dann bei der Air Berlin nach, was gemacht werden kann, damit wir doch noch zu unserem Urlaub kommen. Da am gleichen Tag, nur 2 Stunden später, ein weiterer Flug mit der Air Berlin zu unserem Urlaubsort flog, sollten wir unseren Reiseanbieter bitten, den Flug umzubuchen. Doch was nun folgte war die Frechheit schlecht hin, daher verlassen Sie sich nie auf mündliche Zusicherungen!!! Wir hatten bei der Buchung die Reise im Rollstuhl angemeldet! Dennoch weigerte sich der Veranstalter den Flug umzubuchen! Wir hatten über ein Reiseportal gebucht und auch dort war plötzlich niemand zuständig! Wir wollten daher die Telefon Nummer des Veranstalters haben, leider hatte der Internet Reiseanbieter sich geweigert uns eine Telefonnummer des zuständigen Sachbearbeiters vom Veranstalter zu nennen.
Ausserdem wurde uns auf Nachfrage mitgeteilt, dass der Veranstalter (die FTI) nicht mit uns direkt reden will. Auch die Fluggesellschaft weigerte sich den Flug umzubuchen, weil dies nur der Veranstalter machen kann. Die FTI als Reiseveranstalter liess uns dann vom Reiseportal lapidar mitteilen:

Die Buchung wäre als Fixe Buchung ohne Änderungsmöglichkeit erfolgt (FX). Wir könnten ja die Reise stornieren und NEU buchen. Allerdings verfallen dann die Anzahlung in Höhe von 20% vom gesamten Reisepreis, als auch von der Hotelbuchung! Ob die Reise zum gleichen Preis nochmals angeboten würde, wäre eher unwahrscheinlich!

Also Geldschneiderei und eine absolute Frechheit gegenüber einer Behinderten. Wir waren stinksauer und versuchten durch viele Mails und weitere Anrufe eine Lösung zu finden, doch keiner fühlte sich zuständig. Zum Schluss machte uns die Air Berlin den Vorschlag zwei zusätzliche Hinflüge direkt bei Ihnen zu buchen und natürlich auch voll zu bezahlen.
Die nicht unerhebliche Summe mussten wir als LEHRGELD verbuchen. Den Internetanbieter und diesen Reiseveranstalter haben wir von unserer Liste gestrichen. Ich werde immer noch sauer, wenn ich daran denke, dass man als Reisender im Rollstuhl so behandelt wird.
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Extra Sitzplatz:

Ein weiterer Punkt ist der Extra-Sitzplatz. Bei Reisen mit Behinderung kann es vorkommen, dass man einen weiteren Sitzplatz benötigt. Falls der Behinderte sich bei Bedarf etwas bequemer platzieren möchte. Doch auch hier wurden wir von den Reiseveranstaltern finanziell abgezockt: Mir wurde ein weiterer Sitzplatz für eine nicht unerhebliche Summe auf meinen Namen verkauft. Ich zahlte den hohen Preis, in der Hoffnung einen zusätzlichen Sitzplatz für uns bestellt zu haben. Doch als wir am Flughafen diesen Zusatzplatz beim Einchecken angaben, wurden wir “fast ausgelacht”. Das geht doch gar nicht, zwei Sitze auf eine Person! Der Reiseanbieter hätte mir diesen Sitzplatz gar nicht verkaufen dürfen, dass darf nur die Fluggesellschaft direkt anbieten, wenn der gesamte Flug z .B. bei der Air Berlin gebucht wird. Also hatten wir einige hundert Euro in den “Kamin geworfen” und wir mussten mit 2 Sitzplätzen reisen. Auf dem Rückflug hatten wir das Glück, dass der Flug nicht ganz ausgebucht war und wir die Sitzreihe mit 3 Sitzen für uns bekamen. Ohne Anspruch und auch nur zufällig!

Sie sehen daher, Reiseanbieter verkaufen einem alles, aber einen Gegenwert sollte man nicht immer erwarten! Für unsere nächsten Reisen habe ich dann den Flug direkt bei der Air Berlin gebucht. Einen Extrasitzplatz habe ich auch gebucht und bezahlt. Dieser Sitz muss als Extrasitz deklariert werden und darf nicht auf den Namen eines Reisenden ausgestellt sein. Denn jeder Fluggast darf nur einen Sitzplatz buchen, damit dieser dem Reisenden zugeordnet werden kann. Wir hatten den vollen Preis bezahlt (allerdings ohne Steuern) und dann nicht mal mehr Freigepäck bekommen. Reisen bedeutet halt immer auch ein “bisschen Ausbeutung”. Die meisten Reisenden wollen aber Ihren Urlaub geniessen und sind daher eher bereit, dafür tiefer ins Portemonnaie zu greifen.

Petra geniesst den Extrasitzplatz, denn jetzt kann sie sich endlich mal strecken.

Sitzplatz

Das Liegen ist aber nicht immer bequem, wenn die Gurthalter sich in den Rücken „bohren“, dann brauchen wir ein extra Kissen.
Gurt Gefährliches Metall   Sitze

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airberlin2
Fluggesellschaft

Leider hat man bei Reisen innerhalb von Europa nicht immer die Möglichkeit, sich die Fluggesellschaft auszusuchen. Manchmal gibt es nur einen Anbieter für ihre Reise. Dennoch haben wir meist positive Erfahrungen bei allen Fluggesellschaften gemacht. Anrufe bei den Airlines allerdings, sind ein Glücksspiel! Nicht immer können die Mitarbeiter mir helfen, vor allem, wenn ich das Sondergepäck anmelden möchte. So weiss der eine Bescheid und da ist es kein Problem mit der Anmeldung. Dann aber gibt es Mitarbeiter/innen die sich nicht auskennen, wie sie unser Gepäck ins Computersystem bekommen und sehr viele Fragen am Telefon stellen und dann doch sagen müssen: „ich bespreche das mit meinem Vorgesetzten und melde mich dann wieder bei Ihnen“. Meist habe ich aber gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist nur, dass man schon im Voraus Informationen gesammelt hat.

Bei der Anmeldung des Sondergepäcks werden immer die Fragen gestellt:

Was wird angemeldet, wie viele Gepäckstücke extra, die Abmessungen und das genaue Gewicht (wird am Flughafen immer kontrolliert). Beim Swisstrac wird z.B. zum Beispiel auch gefragt, ob die Batterie auslaufsicher ist und während des Fluges alles ausgeschaltet ist!

Wenn Sie den Flug direkt buchen, sollten Sie vorher schon wissen, an welchen Tagen Sie reisen wollen. Sie können im Internet den Flugplan ansehen und abklären an welchen Wochen-Tagen die Fluggesellschaft fliegt. So wird z. B. Teneriffa nur am Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag von Zürich aus angeflogen. Rückflüge nur am Samstag, Sonntag und Montag. Beim Flugplan kann man auch schon die Flugnummer herausfinden und beim buchen angeben.

Achten Sie hier immer wie lange der Flug geht und ganz wichtig: OHNE UMSTEIGEN.
Das ist besonders wichtig, wenn man nicht auf dem Flug auf die Kanaren in Madrid umsteigen möchte. Oder wollen Sie auf dem Rückflug von Teneriffa nach Zürich zuerst in Düsseldorf landen, um dann den Flug in die Schweiz zu beenden? Bedenken Sie also immer einen Flug ohne Umsteigen zu buchen, schliesslich wollen Sie ja erholt ankommen und den Urlaub geniessen.

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Sitzreihen:

Auf den Flügen nach Mallorca hatten wir auch schon mal ein Grossraumflugzeug mit 10 Sitze in einer Reihe gehabt. Also 2-6-2 Sitze in einer Reihe. Uns wurde sogar ein Extrasitz kostenlos angeboten, weil noch etwas Platz war. Aber wie hätten wir diesen Platz nutzen können? Zwischen den beiden Sitzen war der Gang. Ich hätte nicht miterleben wollen, wenn wir den Gang blockiert hätten? 🙂

Sitz1    Flugzeug Sitze              Sitz2

Der Mitarbeiter der Air Berlin hatte bei dem Extrasitz nicht an die Flugzeug-Bestuhlung gedacht? Nur gut, dass der Flug auf die Balearen nicht so lang ist.
Reisende mit Behinderung werden immer in die Reihe 2 und 3 gesetzt, damit sie beim Einsteigen schnell am Platz sind ohne durch das ganze Flugzeug geschoben zu werden. Auch beim Aussteigen ist dies einfacher.

Endlich am Ziel haben wir die Strapazen des Fluges schnell vergessen und uns auf den Urlaub gefreut. Bis zum Abreisetag, dann kommen die schmerzhaften Erinnerungen vom Hinflug wieder. Hoffentlich wird es dieses mal besser…

……   gute Reise und kommen Sie gesund an und wieder Heim…..

 

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