1. Start Teneriffa 2016

Ich habe dieses Mal etwas mehr geschrieben, also viel Spass beim Lesen:

Start
Wir sind am Morgen rechtzeitig aufgestanden und waren gegen 6 Uhr im Auto auf dem Weg zum Flughafen. Die Koffer waren alle gepackt und am Morgen hatte ich noch schnell die letzten Dinge eingepackt. So ist das Rutschbrett in den grossen Koffer „gewandert“ und auch das kleine Kopfkissen von Petra. Am Flughafen musste dann noch zuletzt das „Bananenbrett“ in den Koffer (das grosse gelbe gebogene Rutschbrett fürs Auto).

Flughafen Zürich
Wir waren also kurz nach 7 Uhr am Flughafen und dort war ein leichtes Chaos. Das Öffnen der Schranke, die wir früher mit unserer Karte öffnen konnten, wurde uns verwehrt und so mussten wir zurücksetzen und die normale Einfahrt nehmen. Hier wird ja seit Jahren gebaut und so wurde ich leicht nervös. Ich fand aber schnell eine Haltemöglichkeit und Petras Eltern waren auch schon zu sehen. Sie hatten uns geholfen, das Gepäck und Petra ins Gebäude zu bringen, damit ich das Auto ins Parkhaus bringen kann. Also alles Gepäck und Petra ausladen und auf zwei Gepäckwagen verteilt. Petra fuhr dann mit ihrem Swisstrac selbst in die Abflughalle.

Ich konnte das Auto schnell ins Parkhaus „Nr. 6“ bringen und hatte einen Barcode für die Parkgebühr an den Scanner gehalten und schon konnte ich einfahren. Jetzt noch die Parkkarte aus dem Automaten einstecken und einen guten Parkplatz finden. Ich hatte noch schnell ein Foto vom Standort gemacht, damit ich das Auto auch schnell wiederfinde. Wir mussten dieses Mal ein anderes Parkhaus nehmen und so suchte ich den Weg zur Abflughalle. Dort waren Petra und ihre Eltern im Gespräch. Zum Schluss hatte ich dann noch die Koffer abgeschlossen und gemeinsam gaben wir jetzt das ganze Gepäck auf. Das ist immer wieder ein Erlebnis!

parken

Parkplatz

 

Wir waren im System erfasst und auch unser Gepäck war dort schon avisiert. Da ich einen Ausdruck der Bestätigung über das medizinische Sondergepäck dabei hatte, ging es dieses Mal sehr schnell. Wir mussten noch kurz mitteilen, dass wir einen Zusatzplatz gebucht hatten. Schnell waren die Kleber für die Koffer und das Sondergepäck ausgedruckt und angeklebt. Ausserdem hat die nette Mitarbeiterin uns rasch telefonisch am Handicap-Helpdesk angemeldet – so erledigt. Jetzt weiss Careport, dass wir eingecheckt haben. Durch den Umbau ist die Abgabe des Sperrguts jetzt direkt am Schalter nur wenige Meter daneben. Ich half dort noch den Swisstrac auf den Anhänger zu heben, weil es ja nicht mit dem Förderband transportiert werden darf. Auch die Tasche mit den Schienen für den Swisstrac konnte ich hier abgeben.

1b

Das Sondergepäck ist angemeldet, aber im System kaum zu finden?

2

Auch für den Swisstrac muss ich immer eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlegen

TF2015_0013

Petras Eltern haben uns wieder geholfen

frühstück

jetzt auch für Petra das Frühstück

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir hatten jetzt also noch etwas Zeit für einen Kaffee, weil wir ja erst in einer Stunde zum Flieger gebracht werden. Also auf zum kleinen Frühstück und danach zum Service für Reisende mit Behinderung. Der Mitarbeiter war besetzt und so stellten wir uns in die Reihe, bis wir dran waren. Hallo, wer sind sie? Sind sie die Frau von Känel? Begrüsste er erst mal Petra etwas ruppig. Wir bekamen dann einen riesen Schock.

1f
„Sie sind viel zu spät! Sie können nicht mehr mitfliegen.
Das Gate wurde bereits geschlossen und der Flieger würde schon um 9 Uhr abfliegen!“


Das waren die Worte des Mitarbeiters. Was? Die Abflugzeit wurde vorverschoben? Fragte ich entrüstet. Er würde jetzt noch versuchen mit dem Flugkapitän zu telefonieren, ob der uns noch mitnehmen kann. Aber das ist die Sache von AirBerlin, ob wir jetzt überhaupt noch mitfliegen dürften, das könnte jetzt er nicht entscheiden. Wir waren wie gelähmt, da der Flieger doch erst in 45 Minuten starten sollte und wir auch nicht ausgerufen wurden, dass man uns sucht. Bis jetzt holte man uns immer um diese Zeit ab und liess uns jeweils lange warten, bis es los ging.

Mir fehlten die Worte und meine Beine fingen an zu zittern. Was passiert hier? Ich war richtig geschockt! Wir sind angemeldet interveniert Petra! Ihre Eltern waren ebenfalls entsetzt! Nach relativ kurzer Wartezeit kam ein weiterer Mitarbeiter von Careport dazu. „Alles halb so schlimm, das klappt schon“, beruhigte er uns. „Kommen Sie mit!“ Der Mitarbeiter am Helpdesk telefonierte noch schnell und so wussten wir endlich, dass wir doch noch mitfliegen dürfen. Von wegen das Gate sei schon geschlossen! Eilig verabschiedeten wir die Eltern und schon ging es im Galopp auf barrierefreien Wegen zur Sicherheitskontrolle. Diesen „geheimen“ Irrweg würden wir nie ohne Hilfe von Careport finden!

Sicherheitskontrolle
Wir sind durch den Flughafen im Eiltempo gerast und erst am Sicherheitscheck kamen wir zum Durchatmen. Jetzt alles Handgepäck und Metall rasch in die Plastikschalen für die Röntgenkontrolle legen. Auch die Notebooks müssen wir auspacken, weil dies Vorschrift ist. Dann auch noch schnell den Gürtel ab und durch.

Petra wurde jetzt von einer Sicherheitsbeamtin genau untersucht. Dafür muss sie eigens in die Kabine dafür rein. Leider war die Dame etwas unerfahren und löste schnell Spastiken bei Petra aus, weil sie in Windeseile Petra untersuchte. Petra verträgt ja keine raschen Berührungen am Körper. Statt, dass wir jetzt fertig waren, riss die Beamtin dann plötzlich an den knöchelhohen Halbschuhen von Petra. „Die Schuhe müssen durch die Röntgenkontrolle, zur Kontrolle nach spitzen Gegenständen“, so ihre Antwort und da wir es eilig hatten, war die Umsicht etwas weniger gut. Danach wollte die Beamtin uns schon mit den Schuhen in der Hand weiterschicken. Sie fragte kurz Petra, können sie sich die Schuhe selber anziehen? Petra hatte ihr „Hilfsband“ zum Schuhe anziehen dafür im Gepäck abgegeben. Damit haben wir ja nicht gerechnet. Noch nie waren wir mit diesem Problem konfrontiert. Ich zog Petra daher selbst die Schuhe schnell an ohne sie zu schliessen.

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Sicherheitskontrolle

Dabei musste ich mich nochmals wundern, weil neben uns eine ca. 80-jährige Schweizerin mit einer Wisch probe auf Sprengstoff untersucht wurde. Mein Gott, wie gefährlich sind denn heute die Senioren? Bei jemanden aus dem Balkan, welche auch grad an der Sicherheitskontrolle waren, hätten sie sich wohl nicht getraut… Nur gut, dass ich vorher gelesen hatte, dass im Zufallsprinzip diese Sprengstoff Untersuchungen am Flughafen unternommen werden.

Danach sind wir noch schneller bis zum Gate gefahren und weiter ging die Hatz durch das Flughafengelände, denn der Flieger wartete auf der Piste und nicht am Fingerdock wie gewohnt. Endlich am Highloader angekommen wurden wir mürrisch empfangen: „Wo waren Sie denn, wir warten schon auf Sie!“ Wieder haben wir einen „Fisch eingefangen“. Unser Begleiter beruhigte den Mann. Wir wurden mit dem Highloader, in dem schon andere Passagiere warteten, zum Flugzeug gefahren und konnten so direkt in den Flieger oben einsteigen. Petra wurde auf der extra schmalen „Sackkarre“ (Charly genannt, die zwischen den Flugzeugreihen knapp Platz hat) gehoben und dann ins Flugzeug gefahren, weil sie ja nicht laufen kann.

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Wer mehr über den Service von Careport lesen möchte, kann sich hier informieren.
http://www.careport.ch/de/persoenliche-betreuung.html
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Ins Flugzeug einsteigen
Ich ging zuerst in die Kabine mit unserem Handgepäck und schon kam Petra mit einem Mitarbeiter auf einem „Charly“ in die Kabine. Es ist nicht einfach dieses Teil in das Flugzeug zu bringen. Er war etwas unbeholfen und wollte Petra fast aus dem Sitz reißen, weil er schnell alleine die Sache erledigen wollte. Schnell musste ich Petra helfen, damit sie nicht beim Transfer gedreht wird. Sie verträgt es nicht, wenn fremde Leute an ihr herumreissen, nicht selten bereiten solche Leute ihr lange Rückenschmerzen, selbst bei kleinsten falschen Bewegungen. Nur gut, dass wir schon so oft gereist sind. Petra konnte so bald auf ihrem Gelkissen auf „ihrem gewohnten Platz Nr. 2A“ sitzen und der Flug ging innert wenigen Minuten! bereits los.

Der Flug konnte starten…

Frank

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