10. Jungle Park

Der Jungle Park ist auf einer grossen Fläche am Vulkanrand mit sehr vielen Wegen gebaut worden. Es geht hier steil bergauf oder bergab. Die Wege sind so gebaut worden, dass es wie in einer Dschungel- und Bergwelt aussehen soll. Leider sind sie derartig uneben, dass Petra nur mit ihrem Swisstrac dort fahren kann. Auch wird sie beim Fahren ziemlich hin und her geschüttelt. Dennoch waren wir auch dieses Mal wieder im Jungle Park

Vom Loro Parque habe ich ja schon geschrieben, daher nun unsere neuen Erlebnisse vom Jungle Park. Wir mussten dieses Mal Parkgebühren bezahlen und auch der Eintrittspreis hat sich erhöht. Leider gibt es weder für Behinderte noch für Zweitbesucher eine Vergünstigung. Dafür hatten wir aber auch neue Bereiche kennengelernt. Wir hatten uns nur über die geringe Zahl von Besuchern gewundert. Wir fanden das sehr angenehm, weil wir uns so freier bewegen konnten und viel weniger Besucher sich vor Petra und den Tieren stellten. Leider hatte sich die geringe Anzahl der Besucher auf die Attraktionen ausgewirkt. Alle Vorführungen wurden zeitlich sehr gekürzt, vor allem die 2. Greifvogel-Flugshow war nur ein Ersatz und extrem kurz. Am Morgen waren es wohl 100-150 Personen und am Nachmittag nur noch knapp 20 Besucher. Das so wenig Besucher kommen ist für den Park nicht gerade Kostendeckend. Obwohl es einen Gratisbus gibt und es sicher auch Werbung für den Park gibt.

Bei der 2. Show des Tages waren nur noch wenige Besucher da

Als wir zu den Eulen wollten, waren die Volieren entfernt worden. Man hat wohl auf Drängen von Tierschützern die Eulen fast komplett aus dem Park genommen.

Ohne Fotos ist kein Eintritt möglich in den Park. Uns tat das Tier leid, denn Eulen schlafen um diese Zeit. Es ist Tierquälerei das Tier ständig anzustupsen, dass sie schauen soll. Aber ohne diese Fotos kommt man nicht in den Park. Die Fotos sind dann am Ausgang ausgestellt zu Verkauf. Andererseits wollen wir auch, dass den Tieren das Futter bezahlt werden kann und den Tierarzt.

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Petra und ich mit einer grossen Waldohreule beim Eingang

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Petra hatte sich mit einem jungen Weisskopfseeadler fotografieren lassen. Letztes Jahr war sein Kopf noch braun. Erst im adulten Jahr verfärbt sich sein Kopf mit weissen Federn.

Mir wurde ein Weisshauben-Kakadu an den Finger „gehängt“, da war mir nicht so recht wohl. Dennoch versuchte ich zu lächeln…

 

Die neue Freiflughalle
Wir fanden eine neue Attraktion: die Freiflughalle. Es gab nirgends Hinweise auf die neue Voliere mit Freiflug. Es wurde endlich auch hier eine Freiflughalle gebaut. Es ist eine unbedachte Drahtkonstruktion (wie eine grosse Voliere) mit jeweils 2 Türen als Schleusen, damit die Vögel nicht rausfliegen können. Aber genau diesen Versuch hatten zwei Papageien gemacht, als ich beim Ausgang die erste Tür für Petra geöffnet hatte. Einer der beiden Papageien war zwischen den beiden Türen in die Schleuse geflogen und musste wieder zurück in die Voliere gebracht werden. Ich war froh, dass eine andere Besucherin den Vogel eingefangen hatte, denn für Petra, die sich auch getraut hätte, war der Vogel zu weit oben. Personal war hier ja leider nicht zu finden. Die meist einzeln sitzenden Vögel in diesem Freiflug sind wohl meist handzahm, aber sie blieben eher auf Abstand. Vermutlich sind dies geschenkte Einzelvögel, die wenigstens hier ein neues Zuhause gefunden haben.

Ein Beo hatte sich bei einer Besucherin auf den Arm gesetzt und begrüsste sie mit einem netten „Hola“. Natürlich ist so ein Vogel ein Publikumsmagnet. Als sie den Beo aber absetzen wollte, fing er an zu beissen. Ich half ihr und nahm das Tier auf meine Hand. Komisch, dabei habe ich doch vor frei fliegenden Papageien und anderen Vögeln eher „Angst“. Alles was grösser wie ein Wellensittich ist, ist mir unheimlich. Nachdem Petra ein paar Fotos gemacht hatte, übernahm sie den sprechenden Beo. Nur gut, dass Petra sich mit Papageien und anderen Vögeln gut auskennt und so hatte sie auch die Macken des Beos bremsen können. Er mag es nicht, wenn man ihn von der Hand auf einen Zweig setzen will. Auch versuchte er, den Menschen zu dominieren. Petra zeigte dem Beo rasch, wer der Boss ist. Dass der Vogel ein bisschen „crazy“ ist, bestätigte auch ein Mitarbeiter am Ausgang.

Petra mit einem Beo

Auch ein Turako ist Petra auf dem Arm geflogen und auf die Schulter gehüpft. Das Petra sowas gefällt, ist klar. Doch mit einem Turako hatte sie noch nie so nahen Kontakt. Ob der auch auf einmal pickt? Plötzlich forderte er Futter aus Petras Mund und pickte auf ihre Zähne. Sehr lustig, dies im Video zu sehen! Sicher eine Folge einer Handaufzucht. Diese Vögel haben oft einen „Zacken ab“, weil sie den Menschen als Partner ansehen. Weil Petra aber seiner Aufforderung nicht Folge geleistet hat, pickte er sie ins Ohr und in die Nase! Aber nicht mit Petra! Sie schickte den Vogel weg.

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Petra mit dem Turako

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Die neue Freiflugvoliere

Der freche Beo wollte mit aufs Foto

Ob diese Attraktion lange bleibt, wenn Besucher reklamieren? Im Loro Parque haben sie bereits solch aufdringliche Papageien aus der Freiflugvoliere Katandra Treetops entfernt. Wir besuchten kurz nach der Eröffnung bereits im November 2009 die Katandra im Loro Parque und waren riesig begeistert. Die verschiedenen Papageien aus nächster Nähe sehen zu können, ohne Gitter, war ein Erlebnis. Sogar ein Palmkakadu kam zu Petra und bot sein Köpfchen an zum Kraulen! Auch wenn man fremde Vögel und vor allem Papageien, die man nicht kennt, nicht anfassen sollte, so konnte Petra dem süssen Kerl nicht widerstehen. Die Katandra ist auch eher etwas für mich, da Petra ja nicht auf die Hängebrücke hoch in den Bäumen konnte. Die Anlage ist riesig und ca. 15 Meter hoch, überall flogen die Vögel frei herum. Doch leider sind es Papageien und so hatten sie sich auf die Bäume vor allem Palmen „gestürzt“ und sehr viel kaputt gemacht. Deswegen wurde die Papageienanzahl stark reduziert meinte Petra. Auch hatte ein Papagei es auf die Ohrringe der Besucherinnen abgesehen. Da musste der zahme Salomonenkakadu leider aus dem Freiflug entfernt werden zum grossen Entsetzen seiner vielen Fans! Heute haben sich viele Palmen von den Attacken der Sittiche erholt. Alle Pflanzen wuchern! Dieses Mal war die Sicht für Petra schon sehr schlecht, dass sie kaum Vögel beobachten konnte. Zudem ist es ihr kaum möglich, schmerzfrei den Kopf in den Nacken zu legen durch ihre Halswirbeloperation nach dem Unfall. Dass es ihr dieses Mal etwas weniger Spass gemacht hatte als auch schon, ist verständlich.

Hier einige Fotos von der Katandra Treetops, der Freiflug Voliere im Loro Parque

 

Siehe auch Petras Reisebericht vom Loro Parque (einfach nach unten scrollen)

 

Bleiben Sie dran…

Frank

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