2. Der Flug – neue Erfahrungen

Neue Sparmassnahmen
Im Internet hatte ich schon gelesen, dass die AirBerlin ihren Service sehr einschränken wird. Das Essen sollte auf den Kurzflügen gestrichen werden. Auf dem Flug zu den Kanaren sollte aber auch weiterhin ein Essen angeboten werden. Leider wurden wir hier plötzlich von einigen Sparmassnahmen überrascht:

Fehlender Service der AirBerlin
Dieses Mal war die Maschine nur zu 2/3 belegt. In den ersten 4 Reihen gab es kaum Gäste, weil diese Plätze jetzt teurer verkauft werden. Nach dem schnellen Start waren wir kaum in der Luft, als es eine Durchsage gab:

„Wenn Sie rechtzeitig etwas zum Essen bestellt haben, dann teilen Sie dies bitte dem Flugpersonal mit“. Jetzt muss man also 2 Tage mindestens vor Abflug das Essen per Internet bestellen und an Bord bezahlen.

Wer das nicht weiss, bekommt eine Butterlaugenbrezel und muss damit auskommen. Wer das nicht mag, oder allergisch wie ich darauf reagiert, hat Pech gehabt! Getränke werden 2 Mal verteilt und auch ausreichend. Nur gut, dass ich auf den Flügen sowieso keinen Hunger habe. Petra konnte ihre Freude nicht so zeigen darüber. Sie mag kein Laugengebäck.

Liegen während des Fluges
Nun war es Zeit, dass Petra sich hinlegt. Wir haben daher immer 3 Plätze gebucht und bezahlt. Das hätten wir dieses Mal auch billiger haben können. Aber das weiss man vorher nie, also bezahlen wir lieber gleich den dritten Platz. Weiterlesen

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1. Start Teneriffa 2016

Ich habe dieses Mal etwas mehr geschrieben, also viel Spass beim Lesen:

Start
Wir sind am Morgen rechtzeitig aufgestanden und waren gegen 6 Uhr im Auto auf dem Weg zum Flughafen. Die Koffer waren alle gepackt und am Morgen hatte ich noch schnell die letzten Dinge eingepackt. So ist das Rutschbrett in den grossen Koffer „gewandert“ und auch das kleine Kopfkissen von Petra. Am Flughafen musste dann noch zuletzt das „Bananenbrett“ in den Koffer (das grosse gelbe gebogene Rutschbrett fürs Auto).

Flughafen Zürich
Wir waren also kurz nach 7 Uhr am Flughafen und dort war ein leichtes Chaos. Das Öffnen der Schranke, die wir früher mit unserer Karte öffnen konnten, wurde uns verwehrt und so mussten wir zurücksetzen und die normale Einfahrt nehmen. Hier wird ja seit Jahren gebaut und so wurde ich leicht nervös. Ich fand aber schnell eine Haltemöglichkeit und Petras Eltern waren auch schon zu sehen. Sie hatten uns geholfen, das Gepäck und Petra ins Gebäude zu bringen, damit ich das Auto ins Parkhaus bringen kann. Also alles Gepäck und Petra ausladen und auf zwei Gepäckwagen verteilt. Petra fuhr dann mit ihrem Swisstrac selbst in die Abflughalle.

Ich konnte das Auto schnell ins Parkhaus „Nr. 6“ bringen und hatte einen Barcode für die Parkgebühr an den Scanner gehalten und schon konnte ich einfahren. Jetzt noch die Parkkarte aus dem Automaten einstecken und Weiterlesen

Nur noch wenige Tage bis zur Reise:

Reisevorbereitungen

Koffer packen
Endlich ist es soweit, ich packe die Koffer. Ich bin dieses Mal sehr früh damit angefangen und das ist auch gut so. Das Sondergepäck ist fast alles vorsortiert und wird morgen eingepackt. Meinen Koffer konnte ich schnell packen. Es ist ja alles im Schrank und schon bald im Koffer.

Ich hebe den vollen Koffer an und denke „bestimmt zu schwer!“ und ich habe Recht. 22 kg, da muss nun wirklich etwas raus. Ich hatte es sehr gut gemeint und zu viele Kleidung zum Wechseln reingelegt. Also nochmals alles ansehen und so fliegen einige Teile wieder raus. Das Stativ muss noch mit, ein Videokopf reicht und auch weiteres Zubehör wird stark reduziert und fliegt aus der dazugehörigen Tasche. Nun nochmals alles durchsehen und schon sind es nur noch 18 kg. Also noch Platz für etwas Elektro Zubehör. 19 kg sollten reichen und der Koffer ist fertig.

Elektro-Zubehör
Wieder einmal lege ich für jedes Gerät das Ladegerät, den Stromstecker und auch das Ladekabel parat. Warum muss jeder Hersteller einen anderen Akku bauen, einen anderen Anschluss machen und dann die vielen Kabel. Aber auch die Elektrokabel, Mehrfach-Steckdosen und der Adapter für den Stromanschluss muss noch in den Koffer. Schliesslich haben wir in der Schweiz einen anderen Stromanschluss als ausserhalb der EU…

Fototasche
Meine Fototasche ist schon lange gepackt und da ich noch Zeit habe, hatte ich heute nochmals die Batterien überprüft und nachgeladen. So kann ich sicher sein, das ich auch auf dem Hinflug schon Fotos machen kann. Auch die Speicherkarten sind formatiert und alles nötige eingepackt.Beim Handgepäck sind  maximal 8 kg erlaubt und so entscheide ich mich,einiges zu Hause zu lassen. Jetzt habe ich knapp 7 kg erreicht. Fertig

Petras Koffer
Den packe ich dann mit Petra und das geht meist sehr schnell.Petra entscheidet sich schnell, was alles mit muss und was sie nicht braucht. Es werden knapp 15 kg und so noch etwas Reserve, bis zum Schluss alles eingepackt ist. Es bleiben ja immer einige Dinge, die wir bis zum Schluss brauchen. So zum Beispiel das kleine Kopfkissen und die Rutschbretter.

Sondergepäck
Auf das endgültige einpacken vom Sondergepäck muss ich noch warten, weil wir viele Dinge noch täglich nutzen. Es sind ja nicht nur die Taschen, sondern auch das Swisstrac muss eingepackt werden und zwar so, dass wir damit noch bis zur Abgabe fahren können. Auch die Schienen und das Ladegerät für das Swisstrac muss bis zum Flughafen benutzbar sein, um es dann schnell noch eben für den Flug zu sichern.  Dann der Rollstuhl, wir fahren ja bis zum Flugzeug damit, also muss er zum Verladen gesichert und fixiert werde. Aber auf der Fahrt zum Flughafen muss ich den Rollstuhl auseinander nehmen, sonst passt nicht alles rein. Also muss ich Verpackungsmaterial bis in den Flughafen mitnehmen, Gepäck sichern und dann den Rest in die Taschen verstauen. Wir müssen unbedingt an das Rutschbrett fürs Auto denken, dass muss als Handgepäck dabei sein. Ein weiteres Rutschbrett landet im grossen Koffer für den Transfer vom Rollstuhl ins Bett.

Ich habe mir aber fest vorgenommen, 2 Tage vor der Reise muss alles gepackt sein, alle Teile gesichert und einen Tag vorher wird alles schon mal im Auto verstaut. Dann wird die Reise ruhiger starten. Ob ich es wirklich schaffe, ohne Stress in den Urlaub zu starten? Warten wir es ab.

koffer

Wie viel Platz brauche ich für das Sondergepäck? Gewicht?

 

Ich bin also mal wieder nervös vor der Reise. Petra hat es da leichter, sie weiss, dass ich alles vorbereite und ist froh darüber. Ich habe aber auch gemerkt, dass ich vor einer Reise immer unsicherer werde und mir immer wieder die Frage stelle:

  • Hab ich alles eingepackt?
  • Ist auch das …. dabei?
  • Haustür geschlossen?
  • Alles ausgesteckt und nichts mehr im Kühlschrank?
  • Mülleimer leer, Wasser abgestellt
  • Stromstecker ausgezogen?
  • und viele mehr

Ich habe daher auch eine Liste (vier Seiten voll) vor jeder Reise erstellt, was alles gemacht werden muss. Ich hatte sie 2009 erstellt und seit dem jedes Jahr angepasst. Nach jeder Reise wusste ich dann, was ich zu viel mitgenommen hatte und was fehlte. Daher bin ich auch froh, wenn Petra nicht auch einpackt, sondern mich machen lässt. Ich glaube, ich werde älter, denn ich werde jetzt schneller nervös und unsicherer. Vielleicht bin ich aber auch nur urlaubsreif, also reif für die Insel. Wir freuen uns sehr auf den Flug und die Reise, aber durch die vielen Unruhen und politischen Unsicherheiten haben wir mehr Bedenken als jemals zuvor. Angst würde ich es nicht nennen, aber erhebliche Bedenken. Auch, weil in der letzten Zeit immer mehr in unserer Gegend eingebrochen wird und das nicht weit von uns entfernt.

Früher dachte ich oft, das passiert doch eher den Anderen. Hoffentlich behalte ich Recht. Das ist auch ein Grund weshalb wir wohl für eine lange Zeit keine weitere Reise unternehmen werden.

Die Reise kann kommen, wir sind bereit…

 

Frank

Neue Erfahrungen

In den folgenden Tagen werde ich von unserer neuesten Reise berichten, aber auch von unseren neuen Erfahrungen. Auch dieses Mal hat einiges nicht geklappt. Wir wurden aber auch positiv vom Wetter überrascht.

Wir haben in der ersten Woche sehr viel unternommen, um uns in der zweiten Woche dann endlich etwas Urlaub und Erholung zu können. Wir haben den Urlaub wirklich gebraucht und genossen. Doch wie immer, kam die eigentliche Erholung erst danach. Der Stress der letzten Monate und auch die tolle Reise gingen nicht ohne Anstrengung vorbei. Jetzt sind wir wieder daheim und können die Erlebnisse nochmal Review passieren lassen. Genau das möchten wir mit Ihnen teilen. Also viel Spass und vielleicht können Sie auch aus unseren Erfahrungen profitieren.

 

Petra und Frank

Vorbereitungen

Reisevorbereitungen

Nun sind es nur noch wenige Tage bis zur nächsten Reise, da steigt bei uns die Vorfreude aber auch der Stress. Haben wir an alles gedacht? Alles ausreichend bestellt? Alle Vorbereitungen getroffen? Jetzt schon packen oder erst kurz vorher?

Die Unruhe und der Stress sind immer ein Zeichen, das die Reise bald kommt. So freuen wir uns zum einen und zum anderen werden wir nervös. Daher habe ich angefangen unser Gepäck schon sehr früh, soweit möglich, auf einer grossen Liege auszubreiten. So kann ich die Liste noch schnell überprüfen und fehlendes dazulegen. Ausserdem kann ich so mit Petra die Vorbereitungen so besser besprechen.

Leider habe ich immer etwas Stress mit den Dingen, die ich nicht vorher einpacken kann, weil sie bis zur Reise noch gebraucht werden. So kann ich den Rollstuhl erst am Vortag für die Reise so sichern, dass ich ihn zwar noch nutzen, aber auch schnell abgeben kann. Dann der Swisstrac ist mit 65 kg zu schwer, um ihn ins Auto zu heben, also muss auch die Schiene erst am Flughafen eingepackt werden. Das Gerät kann ich aber schon vorab zum Teil sichern und am Flughafen dann noch zusammenpacken und festbinden.

Ich habe vor jeder Reise unsere „to do“ Liste immer angepasst und kann so alles abhaken, was erledigt ist. Das gibt mir die Sicherheit nichts zu vergessen. Weil wir mit 2 Koffern, 2 Taschen, eine Extratasche für die Schienen und den Swisstrac sehr viel Gepäck dabei haben, muss alles gut vorbereitet sein. Mir fällt dabei immer wieder auf, wie schnell mein Koffer gepackt ist und wie viel Arbeit in der Vorbereitung für Petras Reise anfällt. Aber das ist mein Hobby und macht auch meist Spass, denn am Ende folgt ja immer eine neue Reise für uns beiden. Dieses Mal ist es schon unsere 16. Flugreise seit fast 9 Jahren.

Da ich bei jeder Reise fotografiere und meist auch Filme drehe, muss ich auch hier viel vorbereiten. Zuerst kläre ich mal ab, was möchte ich mitnehmen und was habe ich wirklich bei den letzten Reisen gebraucht. Also kann schon mal die „Hälfte“ zu Hause bleiben und ich versuche mal wieder, nur das Nötigste mit zu nehmen. Da leider jede Kamera eigene Batterien und Kabel hat, fällt schon sehr viel „Kabelsalat“ an. Eigentlich sollte es besser werden, aber das wird wohl noch dauern. Dann sind da ja auch noch das Handy und das Tablet, damit ich schon im Urlaub etwas schreiben kann. Auch hier gibt es viel Vorbereitung, damit auch das richtige Zubehör dabei ist. Ich weiss ja, das sind Sorgen die nicht nötig wären, aber es ist mein Hobby.

Bei der Zusammenstellung der vielen Medikamente und Pflegeartikel für Petra bin ich immer wieder überrascht, was da alles mit muss. Aber wir haben zu Hause ja die gleichen Artikel und dort sind sie gut verstaut. Jetzt wenn mal alles auf einem Haufen liegt, dann bin ich immer wieder überrascht, was da alles für die 2 Wochen anfällt. Aber wir hatten früher schon deutlich mehr Artikel dabei, denn Petra hat es geschafft, sehr viele Medikamente und Pflegeartikel zu reduzieren. Ich bin hier sehr stolz auf sie und freu mich für sie. Es ist aber auch ein wichtiger Kostenfaktor und die Abhängigkeiten von Medikamenten, die sie so deutlich reduziert hat. Leider können nicht viele Patienten dieses Ziel erreichen.

In den nächsten Tagen werde ich mich auch um die Hardware kümmern und die Rollstühle reinigen und sichern. So können wir bald in den Urlaub fliegen. Auch unser Auto wurde für den Winter vorbereitet und alles kontrolliert. Wir möchten ja nicht schon auf dem Weg zum Flughafen eine Panne haben. Hoffentlich spielt das Wetter mit und auch die Fluggesellschaft. Einen Streik können wir wirklich nicht noch einmal gebrauchen.  Ich denke da an die Streiks bei der deutschen Lufthansa und die vielen Flüge die ausgefallen waren.
(Siehe auch unseren Beitrag von 2010)

Das neue Abenteuer kann beginnen…

 

Frank

Bedenken

Verunsichert machen wir uns Gedanken zum Flug in die Ferien:

Die letzten Tage haben auch uns nachdenklich gemacht. Die Anschläge und die Verunsicherung bleibt auch für uns nicht ohne Bedenken. Was wird noch alles passieren?

Die Vorfreude auf unseren nächsten Flug in einigen Wochen steigt, das meiste ist gut vorbereitet und auch schon vieles erledigt. Die Reise könnte eigentlich schon losgehen. Leider waren die letzten Tage auch durch die plötzliche Kälte und dem Schnee ein Dämpfer. Gesundheitlich waren wir beide mehr als sonst angeschlagen und ich machte mir schon Sorgen, ob wir überhaupt in den Urlaub fliegen sollten.

Zum Glück hatte Petra bei meiner Frage, ob wir fliegen wollen, die Liste genommen und das Gepäck nochmal besprochen. Klar, wir fliegen, wenn auch mit Bedenken. Die Liste: es sind gute 4 Seiten voller Dinge die wir mitnehmen müssen und auch alles was vorab erledigt werden muss. Die Liste ist 2008 entstanden und ich hatte sie vor jeder Reise angepasst. Zum einen braucht Petra deutlich weniger Medikamente, zum anderen auch weniger Pflegemittel. Toll!

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Probleme mit den Temperaturen

Für uns Fusgänger sind die Temperaturen im Juli und August 2015 schon kaum zu ertragen gewesen. Nicht nur die Hitze bis 35 Grad am Tage war unerträglich, viel schlimmer waren die Temperaturen in der Nacht. Sie lagen oft noch bei 30 Grad und so konnten nur wenige Personen gut schlafen. Die Hitze war einfach nicht aus unserem Haus zu kriegen. Wir waren sehr erleichtert, als endlich der Regen und Sauerstoff in der Luft kam. Aber das brachte dann auch gleich einen Temperatursturz um 15 Grad und das war dann in diesem Moment echt kalt. Diese Temperaturschwankungen sind für viele Menschen kaum erträglich und vor allem die Rollstuhlfahrer/innen leiden oft darunter.

Ich möchte aber hier nicht einfach nur über die Hitze schreiben, ich möchte hier mal Informationen geben, wie zum Beispiel die Hitze bei Petra wirkte. Wussten Sie eigentlich, dass die meisten Tetraplegiker nicht Schwitzen können? Das vegetative Nervensystem ist gestört und die Informationen an die Schweissdrüsen: jetzt Schwitzen zum Abkühlen, werden nicht an die Schweisdrüssen übermittelt. Also staut sich die Körperhitze und Petra musste mit kaltem Wasser, mit einem Waschlappen abgerieben werden oder gar mit der Spritzdüse abgekühlt werden. Das können sich Fussgänger gar nicht vorstellen.

Das besondere Problem von Petra ist nicht nur, dass sie nicht schwitzen kann, sie kann auch ihre Beine nicht selbst wärmen. Durch die gestörte Durchblutung kühlt Petra selbst bei der grössten Hitze an den Beinen aus. Das war schon ein seltsames Bild als Petra die Beine mit den Wärmekissen gewärmt hatte und gleichzeitig das Kalte Wasser auf den Oberkörper und Kopf brauchte.

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